Diabetes

Der Anteil der an Diabetes mellitus Erkrankten wird laut einer Veröffentlichung   des Deutschen Diabetes-Zentrums vom November 2013 auf 7 – 8 Prozent der deutschen Bevölkerung geschätzt. 90 bis 95 % davon erkranken an Diabetes Typ 2. Anhand neuer epidemiologischer Daten eines nationalen Forscherverbunds, an dem das Deutsche Diabetes-Zentrum beteiligt ist und der aktuellen Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes, muss im Jahr 2030 in der Altersklasse der 55 bis 74-Jährigen von 3,9 Millionen Personen mit Diabetes Typ 2 ausgegangen werden.

Dies bedeutet für die Altenpflege eine steigende Anzahl an Diabetikern unter dem zu versorgenden Klientel. Bereits heute ist jeder vierte Klient in der stationären und ambulanten Altenpflege Diabetiker. Dies ist ein wichtiger Aspekt für die Qualitätssicherung in der Pflege. Der geriatrische Diabetiker leidet meist noch an einigen anderen Erkrankungen, so dass für die Qualitätssicherung in der Pflege nicht nur die Besonderheit der Diabetestherapie, sondern auch andere Behandlungsstrategien berücksichtigt werden müssen, ebenso wie die kognitive Fähigkeit des Einzelnen.

Diabetes Typ 1

Beim  Diabetes Typ 1 besteht ein absoluter Insulinmangel, in der Regel durch eine Autoimmunerkrankung.
Die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) produzieren das Hormon Insulin nicht  mehr, da körpereigene Abwehrstoffe sie als fremd angesehen und zerstört haben. Das Insulin muss hier ersetzt werden(durch Injektionen), da ansonsten der Blutzuckerspiegel steigt und es zur Hyperglykämie bis hin zum  diabetischen Koma kommen kann.

Diabetes Typ 2

Beim Diabetes Typ 2 (früher Altersdiabetes genannt) besteht kein Insulinmangel, sondern eine Insulinresistenz. Im Verlauf der Erkrankung verringert sich die Produktion des Hormons Insulin.
Die Ursache sind neben genetischer Veranlagung Risikofaktoren wie Adipositas und körperliche Inaktivität.

Diabetes Typ 3

Hierunter versteht man Sonderformen der Diabetes, wie Diabetes durch genetische Defekte der Betazelle oder der Insulinsekrektion, Diabetes durch Endokrinopathie oder Infektionen oder Medikamente und Chemikalien. Außerdem gibt es weitere, sehr vereinzelt auftretende Sonderformen.