Mangelernährung

Ein anhaltendes Defizit an Energie und/oder Nährstoffen im Sinne einer negativen Bilanz zwischen Aufnahme und Bedarf mit Konsequenzen für Ernährungszustand, physiologische Funktionen und Gesundheitszustand wird als Mangelernährung bezeichnet. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Versorgung mit Flüssigkeit als Bestandteil der Ernährung betrachtet wird. Folglich kann auch Dehydration zu Mangelernährung führen und ist unter anderem Inhalt des Expertenstandards Ernährungsmanagement des DNQP.

In Folge der Definition von Mangelernährung kann also auch eine übergewichtige Person mangelernährt sein!

Folgen von Mangelernährung sind:

  • Abnahme der Muskelkraft
  • erhöhtes Sturzrisiko
  • Beeinträchtigte Immunfunktion, Infektanfälligkeit
  • Haut- und Schleimhautdefekte
  • Wundheilungsstörungen und Dekubitusrisiko
  • Neurologische und kognitive Beeinträchtigungen
  • Beeinträchtigungen der Herzleistung und Atemfunktion
  • verlangsamte Genesungszeit
  • Einschränkung der Lebensqualität