MDK Qualitätsprüfung

Mit MDK Qualitätsprüfung ist die Qualitätsprüfung von Pflegeeinrichtungen durch den MDK gemeint. Das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz (in Kraft getreten am 1. Juli 2008) sieht vor, dass die von Pflegeeinrichtungen erbrachten Dienstleistung qualitativ bewertet und veröffentlich werden sollen( seit Januar 2009 gilt dies auch für ambulante Pflegedienste).

Die Alten- und Pflegeheime werden geprüft und erhalten Noten, welche in so genannten Prüfberichten veröffentlicht werden. Die Pflegebedürftigen und dessen Angehörigen erhalten so auf einen Blick Auskunft über die Qualität der Einrichtungen, die Vielzahl an Angeboten wird somit transparenter. Gemäß Plan sollen bis Ende 2010 alle ambulanten und stationären Einrichtungen geprüft und benotet werden, danach soll eine jährliche Kontrolle erfolgen.

Der Inhalt der MDK Qualitätsprüfung gliedert sich wie folgt:

1. Pflege und medizinische Versorgung (35 Einzelkriterien).

2. Umgang mit demenzkranken Bewohnern (10 Einzelkriterien).

3. Soziale Betreuung und Alltagsgestaltung (10 Einzelkriterien).

4. Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene (9 Einzelkriterien).

Es gibt 3 Arten von Prüfungen durch den MDK, zum einen die Regelprüfung (regelmäßiger Rhythmus), die Anlassprüfung (Prüfung aus konkretem Anlass, bspw. aufgrund einer Beschwerde), sowie die Wiederholungsprüfung, die der Überprüfung dient ob beanstandete Mängel behoben wurden.

Die Prüfung durch den MDK und dessen Ergebnisse sind nicht unumstritten. Einer der Hauptkritikpunkte ist die gleich starke Bewertung aller Kriterien, d.h. jedes Kriterium erhält eine Note von 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft) aus deren Gesamtheit sich die Note für einen der vier Qualitätsbereiche ergibt. Problem hierbei: einige Kriterien bilden tatsächliche Pflegeergebnisse ab, während andere sich lediglich auf Dokumentationen beziehen. Es ist möglich schlechte Bewertungen in den Bereichen untereinander auszugleichen, z.B. kann eine schlechte Versorgung von Dekubitalgeschwüren mit einem abwechslungsreichen Speiseplan ausgeglichen werden. Zusätzlich zu der Qualitätsprüfung werden auch einzelne Bewohner befragt, deren Antworten fließen jedoch nicht in die Gesamtbewertung mit ein, zumal deren Aussagekraft auch umstritten ist.